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Die Geschichte der Junkers JU 52
Das steigende Frachtaufkommen führte bei Junkers zu der Entwicklung einer größeren Frachtausführung der Junkers W33/34 unter Chefkonstrukteur Dipl-Ing. Ernst Zindel. So entstand 1930 die Ju 52 / 1m, die zunächst aus wirtschaftlichen Gründen als einmotorige Maschine ausgelegt war. Die Beschaffung eines geeigneten 1000 PS-Treibwerkes bereitete damals allerdings erhebliche Schwierigkeiten, so daß schließlich ein 725-PS-BMW VII-Triebwerk Verwendung fand. So konnten die Maschine 2000 kg Nutzlast bei 1500 km Reichweite transportieren, eine Leistung, die von keiner Transportmaschine in der damaligen Zeit erreicht wurde. Diese herrausragende Leistung bewog Kanada zur Bestellung der Ju 52 und es wurden anschließend einige Maschinen mit einem 800-PS-Armstrong-Siddeley-Leopard-Doppelsternmotor geliefert.Im konstruktiven Aufbau entsprach die Ju 52 / 1m bereits der späteren Ju 52 / 3m. Der Frachtraum hatte die Abmessungen von 6,35 x 1,65 x 1,90 m. Er wurde durch eine Ladeluke an der linken Seite und durch eine 1,70 x 0,90 m Luke in der Decke bzw. 0,90 x 0,50 m Luke im Boden zugänglich.. Die erste m 3 Maschine ging 1932 mit unverkleidetem Mittelmotor in die Flugerprobung und wurde beim ersten öffentlichen erscheinen 1932 anläßlich des Internationalen Alpenfluges im Wettbewerb der Verkehrsflugzeuge Sieger. Die 15- bis 17-sitzige Junkers machte in den folgenden Jahren ca. 75 % der Lufthansa-Flotte aus und wurde in 25 Länder exportiert wo sie von 30 Fluggesellschaften geflogen wurde. Die Ju 52 galt als ausgesprochen sicher und senkte per Million Flugkilometer die Notlandungen von 7 auf 1,5.
Einsatz bei der Luftwaffe Die ersten Bomberstaffeln der neugegründeten Luftwaffe werden 1935 mit der Ju 52 g3e ausgerüstet. Sie hatte als Bewaffnung ein MG 15 auf dem Rücken und in einer ausfahrbaren Bodenwanne und konnte eine Bombenzuladung von 1500 kg tragen. Sie bildete in den folgenden Jahren das Rückgrad der taktischen Transportflotte, wurde aber auch als Aufklärer, Minenräumer, Sanitätsflugzeug und Lasteglerschlepper verwendet.Die Ju 52 3ge wurde in den Junkers-Fabriken in Dessau und Bernberg sowie von ATG in Leipzig und Weser-Flugzeugbau gefertigt. Zahlreiche g3e- und g4e-Versionen wurden in Spanien von der Legion Condor und den Nationalisten unter Franco eingesetzt. Das Fahrwerk der g5e-Version konnte mit Rädern, Ski und Schwimmern ausgerüstet werden, die g7e hatte eine vergrößerte Frachttür und einen Autopiloten. Fast die Hälfte der bis 1936 gebauten 540 Maschinen wurde als Bomber ausgeliefert, jedoch später für die unterschiedlichen Einsatzzwecke umgebaut.
Die Tante Ju im Kriegseinsatz Ju 52 war im Zweiten Weltkrieg auf allen Kriegsschauplätzen zu finden und hatte wohl ihren größten Einsatz bei der Landung auf Kreta, wo 439 Maschinen 5000 Fallschirmjäger absetzten sollten und bei den schweren Kämpfen weit über 100 verloren gingen. Gute STOL-Eigenschaften, patentierte Landeklappen, die robuste Konstruktion und ein austauschbares Fahrwerk und die hohe Wirtschaftlichkeit waren aber die Vorteile dieser Maschine. Die deutsche Gesamtproduktion beläuft sich auf 4845 Exemplare. Die letzten 170 Stück entstanden in Spanien als CASA 352-L. Heute befinden sich noch 7 Maschinen weltweit im Einsatz. Vier dieser historischen Flugzeuge werden von der JU-Air in Zürich-Dübendorf betrieben, die in diesem Jahr ihr 25-Jähriges Jubiläum feiert.
Technische Daten Typ: JU-52 / 3mg4e Heimatflugplatz: CH-8600 Dübendorf Motor: Drei 9-Zylinder BMW-Sternmotoren, BMW 132A/3 Leistung: Je 650 PS bei maximaler Tourenzahl von 2050/min Spannweite: 29,25 m Länge über alles: 18,90 m Höhe über alles: 6,10 m Leergewicht: 7000 kg Maximale Abflugmasse: 10500 kg Maximale Zuladung: 3500 kg Reisegeschwindigkeit: 180 km/h Startrollstrecke: ca. 450 m (je nach Gewicht) Landerollstrecke: ca. 400 m (je nach Gewicht) Tankinhalt: 2500 Liter Verbrauch: ca. 380 l/h Maximale Flugdauer: 6 Stunden Baujahr: 1939
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